Arbeitskreis Industrie 4.0 zum Thema Kooperation tagt bei den Yellow Birds

23 Experten und Führungskräfte aus der mittelständischen Industrie trafen sich am Dienstag, den 19. März bei den Yellow Birds – Thema des Tages Unternehmenskooperationen. Durch die Mischung aus fachlichen Impulsen und co-kreativer Zusammenarbeit ein Erfolg auf ganzer Linie.

Bereits seit 2014 veranstaltet das International Performance Research Institut (IPRI) den AK 4.0. In diesem Arbeitskreis geht es um den betriebswirtschaftlichen Austausch zwischen Forschung und Industrie rund um die Thematik Industrie 4.0. In der jetzigen Arbeitskreissitzung stand die Kooperation zwischen Unternehmen im Innovationsprozess im Vordergrund, welche das IPRI im Rahmen einer Forschungsarbeit zur Zeit untersucht.

Eingerahmt wurden die Inhalte des Tages von Dilemmas und Werten der Kooperation. Nicht die ersten Punkte an welche die Teilnehmer bei der Aufgabenstellung gedacht hatten, aber wie sich im Laufe der Veranstaltung klar gezeigt hat, ein nicht ganz unwichtiger.

Jens Nitsche knüpfte im Anschluss den roten Faden zur Kooperation von Flechten über Kooperation im Tierreich hin zu Kooperationskonzepten in der Produktentwicklung und der größten genossenschaftlichen Kooperation bis hin zu ganzen Wirtschaftssystemen, wie der Gemeinwohlökonomie.

Anschließend gab eine Vertreterin des IPRI einen Einblick das Forschungsprojekt und -studien. Unter anderem mit Antworten auf die Frage welche Wertschöpfungsnetzwerke im Rahmen des Innovationsprozesses betrachtet werden.

Praxisbeispiel Kooperation im Maschinen und Anlagenbau

Als Praxisreferent konnte ein Vertreter von Advanced Industry Analytics (AIA) gewonnen werden. Dieser stellte die Ergebnisse einer Kooperation mit einem Maschinen- und Anlagenbauer vor. Durch die Kooperation war das Industrieunternehmen in der Lage sehr schnell und erfolgreiche IoT und Big Data Anwendungen in Ihre Produkte zu integrieren. Ein spannender Win-Win-Win Ansatz für die beteiligten Unternehmen und deren Kunden. Den als Ergebnis stehen eine optimale Kundenbetreuung, verlängerte Standzeiten der Anlage, reduzierte Ausfallzeiten und damit in Summe auch niedrigere Kosten in den Büchern der Kunden. Einen Blick in die Zukunft wurde dabei auch noch geworfen, wenn die Anlage direkt mit den Anlagen des Kunden oder der Haustechnik kommuniziert um weitere Optimierungen, zum Beispiel im Energieverbrauch zu realisieren.

Kooperativer Innovationsprozess

Nach einer Stärkung ging es anschließend für die Teilnehmer an die Arbeit. Zuerst in einem Worldcafe, welches wissenschaftliche Mitarbeiter des IPRI als Peergroup Element eine Studie vorbereitet hatten. Mit welchen kooperativen Partnern und Modellen lässt sich der Innovationsprozess von der Identifizierung eines Kundenbedarfs über die Ideengenerierung und -entwicklung bis hin zur Produktion und Vermarktung gestalten. Welche Chancen und Risiken ergeben sich dabei und welche Möglichkeiten der Absicherung sind denkbar und notwendig.

Corporate Cultural Fit

Eine saubere vertragliche Regelung ist zwingend notwendig in einer Kooperation, sie ist aber kein Erfolgsgarant. Da war eines der Ergebnisse der Arbeitsgruppen in der anschließenden Sequenz der Yellow Birds. Spielerisch wurden die Teilnehmer dabei an das Integrale Kompetenzmodell herangeführt. Das führte nicht nur zu einigen Lachern, sondern insbesondere zu sehr viel Dialog zwischen den Teilnehmern auf der Suche nach Ihren Partnern auf Ebene der Entwicklungslinien, Quadranten und Ebenen.

Anschließend ging es im Corporate Cultural Fit Ansatz darum das eigene Unternehmen im Modell zu verorten und ausgehend von ähnlichen Ausprägungen oder Spreizungen zwischen den Bewertungen Chancen und Risiken zu erkennen. Die jeweiligen Erkenntnisse der interdisziplinären und unternehmensübergreifenden Arbeitsteams waren dabei durch die Bank sehr wertvoll. Das ging bis zu der Erkenntnis, dass ein nachhaltig erfolgreiches Unternehmen eben auf allen Ebenen des Modells eine gesunde Ausprägung benötigt und erst diese Ambidextrie erlaubt, also die Fähigkeit sowohl in bekannten Märkten und Produkten kontinuierlich zu verbessern, als auch Innovation für neue Märkte mit neuen Technologien zu gestalten.

Ebenso spannend die Erkenntnis einiger Teilnehmer, dass das Modell im eigenen Team und Unternehmen zur Standortanalyse und als Entwicklungsinstrument herangezogen werden kann. Oder eben so wie Yellow Birds es nutzt, als Basisinstrument bei komplexen Herausforderungen im Umfeld Digitalisierung, Innovation und Transformation, um mittelständische Kunden – auch durch Kooperation – nachhaltig erfolgreich zu machen.

Wir bedanken und beim IPRI für die sehr gute Zusammenarbeit in der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung und bei allen Teilnehmern für Ihr Interesse, Ihre Zeit und Ihre Offenheit sich diesem Zukunftsthema auch einmal von einer anderen Seite aus zu widmen.

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