Die Integrale KATA

Wie und warum verändern sich Unternehmen? Lässt sich diese Transformation planen und strukturieren? Was passiert dabei mit den Menschen im Unternehmen? Und wenn Unternehmen sich, wie überall deutlich gefordert wird, in Lernende Organisationen verwandeln müssen, was heißt das eigentlich? Kann ein Unternehmen Veränderung zur Routine machen?

Diese Fragen haben wir mit Anwendern der Lean KATA diskutiert. Auf feingranularer Ebene von Arbeitsprozessen haben die Unternehmen erstaunliche Verbesserungen durch die Lean KATA realisiert. Allerdings bietet die Lean Kata keinen Lösungsansatz für die Veränderung von Führung und Kultur. Dies ist jedoch aus der Erfahrung der Unternehmer dringend erforderlich.

Interdisziplinärer Methodenmix als Grundlage

Einer der Kunden hat uns dann herausgefordert: Das ist doch eine auf Yellow Birds zugeschnittene Herausforderung, welche sich, wenn überhaupt nur interdisziplinär lösen lässt. Was hindert uns also tatsächlich daran Veränderung zur Routine zu machen? Gibt es dafür ein Rezept?

Um darauf eine Antwort zu finden, haben wir unser interdisziplinäres Wissen und unsere Methodenkompetenz in einen Topf geschmissen, das ganze mit vielen Gesprächen angeheizt, mit einer Vision gewürzt und dann kräftig umgerührt. Das erste Ergebnis hat geschmeckt und nach weiterer Zeit auf dem Herd ist das Ergebnis nun konzentriert und schmackhaft genug, um es auf die Karte zu nehmen. Die Integrale KATA steht bereit, um mit individueller Würze einzigartigen Unternehmen den Weg zur lernenden Organisation schmackhaft und verdaubar zu machen.

Zutatenliste der Integralen KATA

Nur wenige Zutaten sind fest vorgegeben, ohne diese fehlt schlichtweg die Basis. Die unternehmensindividuelle Ausprägung kommt durch auf die Menschen und das Unternehmen angepasste Methoden, welche während des Veränderungsprozesses gezielt und strukturiert und selbstverantwortlich eingesetzt werden. Das Veränderungsrezept benötigt nämlich erstaunlich wenig fremde Köche – sprich Beratung – im eigenen Haus.

Zu den Grundzutaten gehört eine starke, bild- und schmackhafte Vision. Wie ein richtig guter Fond gibt diese die (Geschmacks-) Richtung vor und bleibt auch nach Zugabe aller anderen Zutaten erkennbar. Gute Wege zu einer guten Vision gibt es viele, wir sagen raus aus dem stillen Kämmerlein und rein in die Großküche. Bitten Sie Ihre Kunden um eine Customer Vision für Sie als Partner, Ihre Lieferanten um eine Supplier Vision, natürlich die Inhaberfamilie oder die Shareholder um eine Company Vision und Ihre Mitarbeiter um Ihre Employee Vision. Und geben Sie allen Beteiligten mit, dass die Visionen enkeltauglich sein sollen. Auch in 50 Jahren gilt, dass keiner die Suppe auslöffeln möchte, welche ihm ein anderer eingebrockt hat.

Die zweite zentrale Zutat ist das integrale Kompetenzmodell. Es ermöglicht Ihnen die Vision in einzelne Bestandteile zu zerlegen und damit besser verdaulich zu machen. Es hilft dabei die unternehmerische Veränderung rund werden lassen und dient immer wieder dazu den aktuellen Stand abzuschmecken und einen ausbalancierten Mix an weiteren Zutaten auszuwählen.

Die Integrale KATA ist Ursache und Wirkung zugleich

Die letzte Basiszutat ist die Integrale KATA selbst. Es handelt sich um eine Handlungsroutine, welche der Veränderung Struktur und einen methodischen Rahmen gibt. Während sich die Lean KATA auf die sichtbaren Bestandteile im rechten unteren Quadranten des Integralen Kompetenzmodells konzentriert, ermöglicht die Integrale KATA die Bearbeitung, Veränderung und Verbesserung in allen Quadranten. Sie ermöglicht eine direkte Bearbeitung von Kultur, Werte- und Führungsverständnis oder individueller Haltung. Erst dadurch eröffnet sich das Unternehmen einen vollständigen zukünftigen Lösungsraum. Oder anders gesprochen, erst dadurch erlaubt sich das Unternehmen völlig neue Geschmackserlebnisse, immer mit der Vision als richtungsgebende Basis.

Auf dem Weg durch dieses unbekannte Terrain ist die Integrale KATA Messer und Schneidbrett zu gleich, um Hindernisse erst zu zerlegen und anschließend sachgerecht zu verarbeiten.

Die Integrale KATA unterstützt das Unternehmen bei der Erkenntnis, in welchen Quadranten die Veränderung nicht ausbalanciert ist, wo die Hindernisse und Ursachen für Veränderungsblockaden liegen. Dadurch lassen sich weitere Methoden zielgerichtet auswählen um diese aufzulösen und Quadranten in Balance zu bringen. Dabei bieten die Methodenkoffer zwei grundsätzlich unterschiedliche Ansätze.

Feste Struktur mit individuellem Methodenmix führt zum Erfolg

Einerseits können Methoden integriert werden, welche Ihren Ausgangspunkt im schwachen Quadranten haben. Diese helfen dann dabei die noch vagen Blockaden greifbarer und damit bearbeitbar zu machen. Der betroffene Quadrant wird direkt gestärkt – die Veränderung schmeckt wieder.

Andererseits können Methoden eingesetzt werden, welche in den anderen Quadranten ansetzen und als Wirkrichtung den zu stärkenden Quadranten besitzen.

Durch den geeigneten Mix werden alle Quadranten gestärkt, es bilden sich positive Regelkreise, welche dann der Veränderung zusätzliche Dynamik und Würze geben. Die Integrale KATA beginnt dabei immer im IST Zustand in allen Quadranten und durchläuft auf Ihrer Suche nach Ursachen und möglichen Experimenten zur Verbesserung ebenfalls alle Quadranten. Als iterativer Prozess setzt sie dabei immer auf die Ergebnisse der vorherigen KATA auf.

Regelmäßiger Dialog feuert die Veränderung an

Routine entsteht nur durch Regelmäßigkeit. Die Integrale KATA setzt dabei auf einen Mix von Team- und Mitarbeiterdialog mit klarer Struktur. Dieser Dialog fordert und fördert die Auseinandersetzung mit bewussten und unbewussten Elementen von Individuum und Gemeinschaft. Der Mensch als kreativer Ursachenfinder und Lösungserarbeiter steht dabei im Mittelpunkt. Das Vorgehen stärkt innerbetriebliche Wertschätzung und den Aufbau von Vertrauen in Führungskräfte und Beschäftigte. Dass führt unter anderem zu mehr Freude an der Arbeit, offener Feedbackkultur, klarer Konfliktbearbeitung. Es stärkt die Problemlösungskompetenz des Unternehmens, welches damit sowohl auf Kundenanforderungen als auch Marktveränderungen schnell und erfolgreich reagieren kann – das Unternehmen wird agil und resilient. Und damit am Ende nachhaltig und langfristig erfolgreich.

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Wir freuen uns auf das persönliche Gespräch mit Ihnen. Im Dialog erarbeiten wir, bei welcher Herausforderung Ihnen die Integrale KATA im Unternehmen helfen kann und wie wir Zukunft gemeinsam gestalten können.

Photo by Katie Smith on Unsplash

 

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