Grundlagen des Integrales Kompetenzmodells

Quadranten Modell

Erstmals präsentiert Ken Wilber das Modell der vier Quadranten 1995 in seinem Buch Eros, Kosmos, Logos. Er geht dabei davon aus, dass jedes Element der Wirklichkeit in allen vier Quadranten eine Repräsentanz hat. Das Modell hilft dabei sich einem Thema aus den enthaltenen vier Blickrichtungen zu nähern, die Kombination von Innen / Außen und Individuum / Kollektiv.

Das sei beispielhaft erläutert. Das Verhalten, welches eine Führungskraft im Gespräch gegenüber seinem Mitarbeiter zeigt (rechter oberer Quadrant) steht in Beziehung zu seinen inneren Gedanken, zu seinen Ängsten und Motivatoren, welche Ihn treiben (links oben). Gleichzeitig wird es beeinflusst von seiner kulturellen Prägung oder der im Unternehmen vorherrschenden Wertekultur (links unten) sowie den unternehmerischen Rahmenbedingungen, zum Beispiel ob das Unternehmen formale Kommunikation oder verständnisorientierten Dialog fordert (rechts unten).

Das Integrale Konzept agiert dabei als Metamodell, mit welchem sich eine Vielzahl bestehender Modelle und psychologischer Strömungen sehr gut verorten und abgleichen lässt. Lernen Sie im folgenden die drei Grundlagen des Modells kennen.

Entwicklungsebenen


Der Modellbestandteil der Farben und Ebenen basiert auf der Publikation Spiral Dynamics® von Don Beck und Chris Cowan, welche die wissenschaftliche Arbeit von Clare Graves Ende des 20. Jahrhundert einem breiten Publikum zugänglich machten. Das Yellow in unserm Firmennamen hat übrigens seinen Ursprung in der gelben integralen Ebene. Das Modell sieht sowohl im inneren der roten Ebene noch zwei weitere Ebenen vor, als auch außerhalb der gelben Ebene. im Unternehmerischen Kontext sind diese in unserer Einschätzung in der westlichen Welt kaum noch, oder noch nicht relevant.

Grundannahme und zentrales Element der Forschung von Graves ist dabei, dass Menschen sich und Ihre „Modelle“ verändern, durch Evolution, durch Geschichte, durch gemeinsames Arbeiten, durch älter werden, weil äußere Umstände sie dazu zwingen… . Ein Mensch und auch ein Unternehmen ist damit nicht eindeutig einer Ebene zugeordnet, häufig gibt es aber einen Schwerpunkt. Jede Ebene baut dabei auf einem sogenannten wMeme auf, vereinfacht ausgedrückt einem gewissen Wertekanon. Innerhalb dieser Veränderung durchlaufen Sie die Ebenen von Innen nach Außen. Eine äußere Ebene schließt die jeweils inneren ein.

Spiral Dynamics Entwicklungsebenen

Während dieser Entwicklung wandert der Fokus immer zwischen einer ICH Orientierung (Rot, Orange, Gelb) und einer WIR Orientierung (Blau, Grün) hin und her. Und ebenfalls wichtig, jede Ebene hat sowohl positive/gesunde als auch negative/ungesunde Ausprägungen. Durch die Integration immer weiterer Elemente in das eigene Bewusstsein, steigt die persönliche Komplexität eines Menschen, was Ihn ausgehend von den Gesetzen der Kybernetik dazu ermächtigt Lösungen für komplexere Fragestellungen zu entwickeln. Für Unternehmen ist dies ein zentraler Grund Transformationsprozesse zu beginnen, um in der unbeständigen, unsicheren, komplexen und mehrdeutigen Welt Lösungen für das weitere Fortbestehen zu entwickeln.

Das Modell ist unter Anderem im Rahmen von weltpolitischen Ereignissen zum Einsatz gekommen, Don Beck war als Berater von Nelson Mandela bei der Gestaltung der Post-Apartheid-Ära aktiv.

Für eine ausführlichere Beschreibung der einzelnen Ebenen verweise ich auf die Zusammenstellung von Rolf Lutterbeck.

Entwicklungslinien


Im integralen Modell finden sich in jedem Quadranten Entwicklungslinien. Diese repräsentieren einen sehr schmalen themenorientierten Ausschnitt des jeweiligen Quadranten. Der Ursprung der Entwicklungslinien ist dabei sehr vielfältig. Teilweise sind Sie durch Entwicklungspsychologen, im BMBF geförderten Projekt durch Enzler und Luger am imu Ausgburg, in Projekten oder durch weitere Wissenschaftler, Berater oder in integralen Initiativen entwickelt und dokumentiert worden. Die Entwicklungslinien zu Digitalisierung und Innovationsmanagement stammen aus unserer Arbeit.

Im unternehmerischen Kontext dienen die Linien dazu im Gespräch Komplexität zu reduzieren und die Gedanken themenorientiert zu leiten. Diese Fokussierung ermöglicht im Anschluss auch die Entwicklung von Zielszenarien und eine klare Kommunikation.

Verschiedene Linien in unterschiedlichen Quadranten hängen über Resonanzräume zusammen. Beispielhaft sei hier die Entwicklungslinie Organisationsstruktur (rechter unterer Quadrant) genannt, welche unter Anderem in Resonanz steht mit Führungsverhalten (rechter oberer Quadrant) oder auch Arbeitsatmosphäre (linker unterer Quadrant). Auf diesen Abhängigkeiten baut unser Projektansatz auf, zu einer gewünschten Veränderung im Unternehmen, mögliche Blockaden oder Katalysatoren auf anderen Quadranten zu erkennen und daraus entsprechende Maßnahmen zu erarbeiten, um das eigentliche Veränderungsprojekt schneller und reibungsloser zu realisieren, sowie den nachhaltigen Projekterfolg abzusichern.

Unsere Einsatzfelder des Integralen Kompetenzmodells

Wir setzen das Integrale Kompetenzmodell bei unternehmerischen Herausforderungen im Umfeld Innovation, Digitalisierung und Transformation ein. Für weitere Informationen dazu werfen Sie einen Blick auf unsere Leistungen. Vielen Dank für Ihr Interesse.

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