Lean und Industrie 4.0 mit dem integralen Kompetenzmodell gestalten

Lean & Industrie 4.0 Seminar erfolgreich abgeschlossen

Mit begeisterten Teilnehmern ist vergangene Woche das Management Circle Seminar Lean & Industrie 4.0 in Frankfurt abgeschlossen worden. Gemäß dem Motto Lernen, Erfahren, Austauschen und Verstehen ging es zwei Tage lang darum mögliche Einsatzpotentiale, Konflikte und Hindernisse bei der Umsetzung von Lean und Industrie 4.0 zu bearbeiten.

Dabei kamen Teilnehmer und Referenten schnell auf einen Nenner: „Ohne Lean wird es auch in Zukunft nicht gehen.“ Ebenso konnten die Teilnehmer aus der Praxis bestätigen, Lean einzuführen und nachhaltig und in die Breite zu implementieren ist keine einfache Standardaufgabe, sondern ein komplexes Projekt. Unterschiedliche Menschen mit eigenen Bedürfnissen und Ängsten müssen motiviert werden und auf dem Weg zu Kaizen – zur eigenverantwortlichen Optimierung der Prozesse – gibt es viele Hindernisse. Bei Lean sind zwar häufig 5S, MUDA oder Gemba implementiert, aber wenn es um Lean KATA, MURI und Respect for People geht ist weiterhin Entwicklungspotential vorhanden. Darauf ging der Lean Spezialist Christoph Hollemann intensiv ein.

Seminar Lean & Industrie 4.0 in Frankfurt

Während Lean von innen heraus wirkt, übt Digitalisierung seinen Veränderungsdruck von außen auf Mensch und Unternehmen aus. Und auch hier wirken unbewusste Mechanismen, welche die notwendige Transformation verhindern. Gleiches gilt für Digitalisierung: Mobile Devices, Robotereinsatz und digitale Assistenzsysteme kommen in den Einsatz. Aber eine umfängliche Vision, bereichsübergreifende Ende-zu-Ende Prozessdigitalisierung oder Digitalisierungsstrategien mit dem Mensch im Fokus sind noch dünn gesäht.

Wie Visionen in die Realität umgesetzt werden können, in eine modulare Smart Factory mit hochfunktionalen und effizienten Arbeitsplätzen, welche dynamisch durch autonome Transportfahrzeuge vernetzt werden, zeigte Johann Soder, Geschäftsführer der SEW Eurodrive ebenso eindrucksvoll wie emotional. Dass es zur Erfüllung solcher Visionen eine neue Art der Führung und andere Organisationsmodelle bedarf wurde dabei allen Teilnehmern deutlich.

Integrales Kompetenzmodell als Grundlage für erfolgreiche Transformation

Mit diesen Ergebnissen gingen Jens Nitsche und Matthias Rausch, Geschäftsführer der Yellow Birds Consulting, in den zweiten Tag. Dafür stellten die Coaches der Yellow Birds Consulting im Rahmen des Seminars das Integrale Kompetenzmodell vor. „Das integrale Kompetenzmodell ist bereits erfolgreich in der Unternehmensentwicklung im Einsatz, wir haben das Modell um Elemente der Digitalisierung und des Innovationsmanagements erweitert, so dass es im Rahmen der Digitalen Transformation, aber eben auch im Rahmen von Lean Management eingesetzt werden kann“, stellt Matthias Rausch fest. Häufig setzen sich Unternehmen erst mit Organisationsentwicklung auseinander, wenn es in der Krise ist und der Leidensdruck hoch genug ist. Der Ansatz der Yellow Birds basiert darauf Elemente der Unternehmensentwicklung sukzessive in Digitalisierungsprojekten zu integrieren. Ziel ist es Veränderung wieder zur Gewohnheit zu machen und damit Unternehmen nachhaltig erfolgreich zu machen und eine Krisensituation zu vermeiden.

Seminar Lean & Industrie 4.0 in Frankfurt

Den Abschluss bildete ein Ausblick in Leadership 4.0. Jens Nitsche stellte kompakt und spannend dar: Was über gute und schlechte Führung in der Vergangenheit gesagt wurde hat weiterhin Gültigkeit, der wirklich große Wandel entsteht darin, wie Führung motiviert und etabliert wird. Evolutionäre Organisationssysteme, in denen Führung auf Zeit durch Teams gewählt wird, oder geteilte Führung, zum Beispiel in agilen Teams wurden dazu als gelebte Beispiele vorgestellt.

Viele Inhalte für zwei Tagen, doch der rote Faden welchen die Yellow Birds gesponnen hatten, hielt die Spannungskurve hoch. Katja Berghahn, Global Lean Manufacturing Managerin bei der Kiekert AG fasste das abwechslungsreiche Seminar in einem Satz zusammen: „Bestes Seminar zum Thema Lean und Industrie 4.0, bei dem ich bisher gewesen bin!“.

Dafür bedanken wir uns, ebenso wie für die offenen und konstruktiven Diskussionen mit allen unseren Teilnehmern. Wir wünschen Ihnen, dass Sie viele Anregungen mitnehmen und schrittweise in Ihren Arbeitsalltag übernehmen können.

Sie haben Interesse bekommen? 2018 gibt es am 12. und 13. November noch eine Option in Stuttgart. Aufgrund des sehr hohen Interesses wird es auch 2019 weitere Termine geben, auf welche wir natürlich ebenfalls wieder hinweisen werden. Und wenn Sie ein auf Ihr Unternehmen angepasstes Inhouse Seminar vorziehen – sprechen Sie uns gerne an.

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