Unternehmenserfolg im Familienunternehmen

Digitalisierung in Familienunternehmen ist Generationenthema

Mittelständische Familienunternehmen zeichnen sich durch einige Besonderheiten aus. Im Vergleich mit Publikumsgesellschaften ist dies insbesondere die langfristige Ausrichtung und das nachhaltiges Gestalten vor kurzfristiger Gewinnmaximierung.

Sehr häufig finden sich flache Strukturen mit einer starken Präsenz der Eigentümerfamilie, welche grundsätzlich flexible und schnelle Entscheidungen ermöglichen. Je nach Generationenverteilung in der Geschäftsführung führt dies in Bezug auf die Digitale Transformation der Unternehmen zu unterschiedlichen Verhaltensweisen.

Stehen bereits digital affine Familienmitglieder in der Verantwortung so werden Investitionen in diesem Bereich deutlich erhöht und die Digitale Transformation vorangetrieben. Ein Musterbeispiel dieser Veränderung beschreibt Fabian Stern, Head of Digital Innovation Management bei Viessmann im Gründerblog der Universität Kassel. Seit 2015 wird dort das Unternehmen und insbesondere das Innovationsmanagement drastisch erneuert.

Sitzt noch die erfahrene Generation am Steuerrad, welche mit Ihren Entscheidungen den Erfolg der Vergangenheit beeinflusst hat, so zeigt sich ein deutlich anderes Bild. Es wird ehr abgewartet und die IT als Risikofaktor angesehen, was sich unter Anderem in den hohen Investitionen für Cyber Security zeigt.

Echtes Konfliktpotential zeigt sich, wenn beide Generationen gemeinsam in der Verantwortung stehen, wie  die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft pwc in Ihrer Studie zum Generationenkonflikt Digitalisierung aus dem Januar 2018 deutlich belegt.

Digitalisierung und Innovationsmanagement lassen sich dabei heute nicht mehr trennen. Dies hat Maximilian Offermann*, Digital Nativ und frisch gebackener Geschäftsführer in der BWF Group, einem mittelständischen Familienunternehmen mit 1.800 Mitarbeitern in seiner Masterarbeit am Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen untersucht. Dazu Maximilian Offermann im Gespräch: „Um das Ergebnis der Arbeit zusammenzufassen, ohne Kulturwandel und Transformation, verändert sich die Innovationsfähigkeit von Familienunternehmen nicht.“

Welche Möglichkeiten hat der familiengeführte Mittelstand um das Wissen, die Potentiale und die Erfahrungen beider Generationen zur Gestaltung des Unternehmenserfolges einzusetzen?

Durch ganzheitlichen Blick auf das Unternehmen Gestaltungspotentiale und Blockaden erkennen

Ein sehr wichtiger Punkt ist dabei, dass diese Situation zu aller erst allen Beteiligten bewusst wird und das möglichst auf neutralem Terrain, idealerweise bevor das Konfliktpotential wirksam wird. Es gilt dabei für beide Generationen die Sicht des anderen zu erkennen und zu verstehen. Erst anschließend lassen sich sinnvoll und lösungsorientiert Zukunftsszenarien entwickeln.

Wir bringen dazu ein systemisches Diagnose und Gestaltungsinstrument zum Einsatz, welches auf vier Quadranten das Unternehmen als Gemeinschaft und die Mitarbeiter und Inhaber als Individuen, jeweils mit Ihren sichtbaren und unsichtbaren Bestandteilen beschreibt.

Unterschiede in der Digitalen Kompetenz und im Digitalen Selbstverständnis sind dabei typisch, Unterschiede zwischen den Generationen zeigen sich aber auch im Konfliktverhalten, in der Motivation oder im Entscheidungsverhalten. Auch der Einfluss der unternehmerischen Werte und der Unternehmenskultur bergen Diskussionsbedarf.

„Das Modell und die Arbeitsweise damit lässt sich sehr einfach erläutern.“ so Matthias Rausch, einer der Gründer der Yellow Birds Consulting. „Und durch die direkte Visualisierung werden die Unterschiede schnell sichtbar und bewusst.“

Zeigt sich, dass der Konflikt bereits verhärtet ist, so kann eine professionelle Mediation oder eine systemische Aufstellung zur Entspannung beitragen. Hier greifen wir bei Bedarf auf unser professionelles Netzwerk für die entsprechende Expertenkompetenz zu.

Unternehmenserfolg kommt aus dem Unternehmen selbst, nicht durch den Berater

Im der noch konfliktfreien Situation ist die Zielsetzung bei der Arbeit mit dem Modell während der Diagnose nicht die eine oder andere Meinung zu favorisieren, sondern die Stärken der jeweiligen Ausprägung zu erkennen und anschließend gemeinsam eine Gestaltung zu entwickeln, die von allen Beteiligten getragen wird und damit die Basis für den weiteren Unternehmenserfolg in die digitale Zukunft schafft.

Eine Lösung kann dabei nicht durch den Berater erfolgen, dies muss zwingend aus dem System selbst, also aus dem Unternehmen und der Inhaberfamilie kommen. Wir als Berater liefern nur die neutrale Moderation, die Visualisierung und den Raum für einen offenen Dialog.

Haben Sie Interesse an einem solchen Dialog, dann freuen wir uns auf einen ersten unverbindlichen Austausch.

* Wir bedanken uns bei Maximilian Offermann für den konstruktiven und freundlichen Austausch.

Photo: Kinga on shutterstock

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